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  • isa morales

Die grössten Mythen über Achtsamkeit 🙆🏼‍♀️

Was genau ist Achtsamkeit? Und wie ist deine Definition davon?


Eine Menge Menschen glauben, Achtsamkeit sei:


▫️Nicht mehr denken

▫️Entspannt sein

▫️Meditieren, meditieren, meditieren

▫️Wertfrei und urteilsfrei leben


Und viele Menschen setzen Achtsamkeit vor allem mit einem gleich: mit Entspannung und Gedankenfreiheit.

Doch am Ende ist genau ebendiese Annahme das, was den Zugang zur Achtsamkeitpraxis erschweren kann. Die Absichtslosigkeit ist hier krönende Steinchen für den Erfolg.


Ich kann mich einfach nicht so gut entspannen!

Tiefenentspannt zu sein, erscheint uns manchmal fast unmöglich, zu anstrengend, nicht erreichbar, unrealistisch. Oder wir versuchen krampfhaft in den Zen-Zustand zu gelangen, koste es was es wolle. Wir überfordern uns.


Darum ist es umso schöner zu wissen, dass es bei der Achtsamkeit gar nicht primär darum geht, entspannt zu sein.

In Wahrheit ist die Achtsamkeit eine recht simple Sache. Es ist ein Lebensgefühl. Eine Haltung. Eine Einstellung zu Gedanken, Gefühlen, der eigenen Wahrnehmung, dem Gewahrsein und der eigenen Handlungen im alltäglichen Leben. Es geht um das Erkennen und die Bewusstwerdung der Gedanken, der Körperempfindungen und um ein Ankommen im jetztigen Moment.


Ach, das ist mir zu esotherisch!

Klingt dir zu esoterisch, spirituell oder abstrakt? Obwohl die Achtsamkeitspraxis aus dem fernen Osten stammt und so wie wir sie kennen, im Buddhismus verwurzelt ist, kann Achtsamkeit ganz einfach als eine Lebenshaltung gesehen werden. Vollkommen unreligiös, egal ob du spirituell bist oder nicht. Denn auf Eines kommt es bei der Achtsamkeitspraxis an: das wertfreie Wahrnehmen und Beobachten.


Aha, aber was ist Achtsamkeit denn nun genau?

Am besten kannst du es erleben und verstehen, wenn du folgende Übung machst. Dauert nur einen kurzen Moment und ist ganz einfach, versprochen!

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ÜBUNG:

Setz dich ganz entspannt hin. Lass den Tag los. Es gibt gerade nichts zu tun.


Lenke deinen Fokus auf deine Atmung. Nimm wahr, wie du JETZT GERADE atmest.


Als vereinfachte Version einer Achtsamkeitspraxis war's das auch schon.

Du kannst die Übung hier beenden oder weitermachen.


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Was Achtsamkeit ist: FOKUS. Auf eine Sache, auf's Mal.


Achtsamkeit im Alltag - so einfach 💛


Im Alltag kann das auch etwas ganz profanes sein, wie Karotten schälen, Zähne putzen, Spazierengehen, oder essen. Was immer es ist: Das Wichtige dabei ist es, sich bewusst ganz darauf einzulassen.


Achtsamkeit für Fortgeschrittene

Wenn wir mit dem Wissen über die Achtsamkeitspraxis einen Schritt weitergehen, dann unterscheiden wir in zwei Arten der Praxis:

Die formelle und die informelle Achtsamkeitspraxis.


Das zuvor Erwähnte, also die einfachen Alltaghandlungen, gehören in die Kategorie der informellen Achtsamkeitspraxis. Sie folgt keinem bewusst gelenkten Ablauf einer Praxis.

Und dennoch stärkt sie unseren Fokus enorm und ist ein wunderbares Training.


Die formelle Achtsamkeit beschreibt die bewusste Praxis, wie Yoga, Meditation, etc.


Die hohe Kunst der Kontemplation - oder eben dem Nichts-Tun 💛

Achtsam sein, ist nicht immer eine Tätigkeit.

Du kannst auch dem Nichtstun frönen und dir dessen bewusst sein. Auch das ist achtsames (er)leben. Gemütlich auf einer Parkbank sitzen und die Wolken beobachten. Oder bewusst wahrnehmen, was du alles hörst. Oder deinen Fokus darauf lenken, was du riechst.


Zusammengefasst ist also Achtsamkeit mehr als nur Entspannung, Ruhe und Gelassenheit. Es ist viel mehr ein In-sich-Ruhen, ein Ankommen bei sich selbst und ein natürliche Bewusstheit für uns selbst und alles, was um uns herum geschieht. Aus einer Beobachter-Haltung heraus.



Im Raum der Stille

Stille ist etwas, was wir heutzutage sehr selten noch erleben. Immer geht was, andauernd sind wir von äusseren Einflüssen, Geräuschen und Geschehnissen umgeben. Diese Umstände können uns - und insbesondere Kinder - auslaugen, belasten und sogar überfordern. Und genau dann ist die Stille unsere Oase der Erholung.


Hast du schon einmal versucht, dich ganz bewusst in die Stille zu begeben? Zugegeben, ganz still ist es um uns herum fast nie. Ich spreche hier davon, dich einen Moment lang, ganz in dich zu kehren. Alles im Aussen auszuschalten, was dir möglich ist. Beispielsweise mitten am Tag: Flugmodus ein, Musik ausschalten, Fenster zu. Dafür wählst du am Besten einen Zeitraum, von dem du weisst, dass du nicht gestört wirst, keiner durch die Tür platzt oder du sonstwie in Beschlag genommen werden kannst.

Das kannst du gemütlich zu Hause machen oder auch draussen, im Freien. Setz dich hin. Komm ganz bei dir an.


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ÜBUNG:

Hier die Reihenfolge (warum, liest du weiter unten)


- Achte auf deine Gedanken. Ausschalten kannst du sie nicht. Aber deinen Fokus von ihnen weglenken schon.

- Atme tief ein und aus.

- Spüre beobachtend in deinen Körper.

- Sinke ganz ein in dieses wohltuende und ruhige Gefühl.

- Nimm die Stille ganz wahr.


Das wars auch schon.

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Der Trick ist recht einfach: Wir können uns nur auf eine Sache auf's Mal fokussieren. Wenn wir es bewusst tun. Wir können nicht in der ganzen Vollkommenheit aktiv uns auf unsere Atmung konzentrieren und gleichzeitig den Arm hoch und runter heben, zum Beispiel.


Wenn du das nicht glaubst, dann versuche es - du wirst ganz schnell bemerken, dass du wohl beides gleichzeitig hinbekommst, jedoch nicht bei beiden Aktivitäten gleichzeitig in gleicher Weise aufmerksam sein kannst. Wir switchen ganz schnell zwischen den beiden Handlungen hin und her. Dieses Tempo gibt uns das Gefühl, als würden wir tatsächlich beides gleichzeitig tun. Das ist ein bisschen wie bei diesen Daumenheftchen - die Bilder bewegen sich so schnell, dass wir glauben, einen kleinen Film zu sehen.


Sorge selbst immer mal wieder für wohltuende Zustände und Ruhemomente 💛

Diese wohltuenden Zustände und Ruhemomente (physisch, psychisch und emotional) sind wie Dünger für unsere Gesundheit. Mit ihnen gedeihen wir ganz besonders gut. Wir tanken auf und entschleunigen unser gehetztes oder gestresstes Dasein.


Unser Fazit für heute:

Achtsamkeit ist kein Leistungssport, sondern ein Lebensgefühl. Die Melodie unseres Lebenssongs.



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